fbpx
Die Therapie des Corona-Virus in China - TCM Wissen & Lehre
15813
post-template-default,single,single-post,postid-15813,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-17.1,qode-theme-bridge,disabled_footer_top,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-6.4.1,vc_responsive

Die Therapie des Corona-Virus in China

Photo by H Shaw on Unsplash

Die Therapie des Corona-Virus in China

Nach Bekanntwerden des Corona-Virus-Ausbruchs in Wuhan in der Provinz Hubei reisten Dr. Liu Qingquan, Chefarzt des Pekinger Krankenhaus für Traditionelle Chinesische Medizin und weitere TCM Experten in das von Covid-19 betroffene Gebiet. Dr. Liu Qingquan gehörte 2003 zu den ersten Freiwilligen, die sich beim Ausbruch des SARS (severe acute respiratory syndrome) zur Behandlung infizierter Patienten meldete. Damals erarbeitete er einen Behandlungsalgorithmus, der die westliche und traditionelle chinesische Medizin integrierte.

In China wird die TCM bei der Betrachtung von Behandlungsoptionen mit berücksichtigt

 

Im Januar 2020 wurden durch ihn und sein Team betroffene Patienten untersucht. Nach dem Sammeln einer großen Menge Daten über Ursache, Mechanismus und Fortschreiten der Krankheit wurde eine Sitzung mit führenden Expertinnen und Experten einberufen.

Im weiteren Verlauf wurden verschiedene regionale Krankenhäuser besucht und die Ärzte vor Ort über ihre Erfahrungen mit der Behandlung mit Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) befragt. Es zeigte sich, dass die bisher vorgenommenen Behandlungen mit Phytotherapie effektiv waren, um den Krankheitsverlauf zu stabilisieren und Fieber zu senken.

Anschließend wurden die Erkenntnisse mit Vertretungen von Krankenhäusern in Wuhan vertieft und dem Nationalen Administrativen Büro für Chinesische Medizin übergeben. In Peking arbeitete eine zweite Diskussionsrunde von TCM Experten das aktuelle offizielle Behandlungsprotokoll aus. Dieses wurde laufend weiterentwickelt und an neue Erkenntnisse angepasst.

Die jahrelange Erfahrung der TCM nutzen
Die Therapie des Corona-Virus in China

 

Es herrscht ein großes Missverständnis, dass die Traditionelle Chinesische Medizin nur zur Behandlung chronischer Erkrankungen angewendet wird. In der langen Geschichte der TCM wurden laufend akute, schwere infektiöse Krankheiten behandelt. Diese Corona-Pandemie ermöglicht es nun, TCM Ärzten ihre Erkenntnisse zu Ursache, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten weiter zu vertiefen und zu verstehen. Zusätzlich können die gewonnen Erkenntnisse mit den Möglichkeiten der westlichen Medizin zusammen gebracht werden.

In China wird auf eine frühe Behandlung von COVID19 gesetzt

 

Die westliche Medizin mit ihren Möglichkeiten zur Stabilisierung kritisch und lebensgefährlich an Corona erkrankter Patienten ist bei uns zum aktuellen Zeitpunkt die einzige wirksame Behandlungsmöglichkeit, solange es keine wirksame Antikörper-Therapie oder Impfung gegen das Corona-Virus gibt. Das heißt, die im Westen an Covid-19 Erkrankten werden zu einem sehr späten, sehr schweren Stadium überhaupt erst behandelt.

In der TCM können die Krankheitsverläufe schon sehr viel früher therapiert werden – nämlich ab Eintreten der ersten Symptome. Hiermit kann die Schwere der Covid-19 Erkrankung deutlich abgemildert und somit Gefährdung der Patienten verhindert werden. Je früher mit der Therapie begonnen werden kann, desto besser kann sich der Krankheitsverlauf gestalten.

 

Die Kombination aus traditioneller chinesischer Medizin und westlicher Medizin ist somit eine gute Verbindung im Kampf gegen das Corona-Virus.

So früh wie möglich mit der TCM zu beginnen und so schwere Krankheitsverläufe zu verhindern, bedeutet nicht zuletzt, das Gesundheitssystem mit den beschränkten Intensivstationskapazitäten zu entlasten.

Eine Übersicht aller Mediziner und Medizinerinnen mit TCM Abschluss
an der TU München finden Sie hier